PC Basiswissen

PC Hardware: Selberbauen

  Die folgende Beschreibung ist eine zusammengefasste Grundlage. Für eine genauere Beschreibung der Bauteile gehen sie auf die entsprechende Seite oder folgen dem Link  
Grundgedanken

Bei PC Selberbauen stellt sich als erstes die Frage wie gehe ich vor. Nun die Antwort scheidet sich schon daran, ob ein komplett neuer PC zusammengebaut werden soll, oder Teile eines vorhandenen genutzt werden (Gehäuse zum Beispiel).

Beim Gehäuse fängt es an. Ein neues Gehäuse kostet ab 30 € aufwärts, dabei ist der persönliche Geschmack oft ausschlaggebend. Wichtig ist darauf zu achten, die Teile die man einbauen will in das Gehäuse unterzubringen und ob es Möglichkeiten für Kühlerlüftermontage gibt. Viele Gehäuse besitzen eine klappbare Blende für Laufwerke und da ist zu überprüfen, ob es eine zweite Blende dieser Art für ein zweites Laufwerk gibt. An der Frontseite sollten sich unbedingt USB und Audioausgänge befinden, sonst ist man gezwungen sich ständig auf den Boden zu begeben und nach den hinteren Anschlüssen zu tasten.

Bei einem vorhandenen Gehäuse spart man Geld, aber auch dort müssen die gewünschten Komponenten reinpassen, USB Anschlüsse vorne lassen sich mit einem Einschub nachrüsten. Versierte Bastler können auch fehlende Mainboardbefestigungen selber anbringen, etwas Handwerkliches Geschick und Werkzeug ist dazu aber notwendig.

 
Preisermittlung

Als nächsten Punkt fängt man mit der CPU dem Prozessor an, weil sich das Mainboard nach dem Sockel des Prozessors richtet. Um eine Entscheidung über die Bauteile zu treffen muss ich vergleichen. Deshalb gehe ich auf eine Firmenseite wie Conrad Electronic. http://www.conrad.de/ce/de/category/SHOP_B2C_TAB_COMPUTER/Computer-Office.

Conrad bietet eine Vielzahl von Bauteilen für PC und hat sehr gute Beschreibungen der Bauteile. Außerdem habe ich dort sofort einen Preis und ich habe eine Basis um später beim Kauf zu vergleichen. Selbsterständlich gibt es sehr viele ander gute Anbieter, suchen sie sich ruhig mehrere aus. Generell mache ich immer zwei Aufstellungen. Eine mit niedrigen und eine mit hohen Preisen.

Warum das? Nun zuerst habe ich am Ende eine Preisspanne in der ich mich bewegen muss. Billiger als das niedrige Angebot sollte man auf keinen Fall gehen (selbst dazu gibt es aber noch Möglichkeiten mehr dazu weiter unten). Und beim höchsten Preis bin ich sicher einen sehr guten PC zu bekommen.

Und es lässt sich ermitteln wo doch noch etwas gespart werden kann. Das Ganze macht sehr viel Arbeit aber eine gute Vorbereitung ist der halbe Preis und wenn sie später merken das doch noch etwas fehlt, kostet es sie nur Zeit und Geld die Teile nachzubestellen.

 
CPU

Beim Prozessor fange ich mit der oberen Preislage an. Die Wahl fällt nur zwischen AMD und Intel, wobei AMD einfach die preiswerteren Prozessoren hat die sehr gut sind. Intel eignet sich hervorragend für Laptops und werden dort auch meistens verbaut.

Nach Feststellung der teuersten CPU geht man weiter runter bis zur unteren Grenze die man sich selbst setzt. Diese beiden Preise bilden bei allem immer die Basis für die Kostenermittlung. Sie werden merken, das die Unterschiede nicht so groß sind, meistens ist es die Taktfrequenz die den Preis erhöht und da kann man ein Paar MHz niedriger ansetzen. Entscheidend ist die Nutzung. Sollen auf dem PC später nur Büroanwendungen stattfinden oder auch hochwertige Grafikspiele? Zum ansehen von ein paar Bildern oder Videos ist keine High End Prozessor nötig.

Der neueste 8 Kernprozessor von AMD mit 4000 MHz kostet ca 180€ aber ein 8 Kern mit 3500 MHz Taktfrequenz nur 160€ (stand 02/2016)und der reicht völlig aus, für viele Anwendungen reicht ein 6-Kern oder sogar ein 4-Kern Prozessor. Orientieren sie sich immer an der neuesten auf dem Markt erhältlichen Technik und sie erkennen sofort was veraltete Systeme sind.

Wenn sie einen alten, vielleicht 6 Jahre alten PC besitzen ist ein 4 Kern Prozessor schon ein Quantensprung aber da die Technik sehr schnell fortschreitet ist ein neueres Produkt schon zu empfehlen, da der PC ja wieder einige Jahre mitmachen soll.

 
Mainboard

Nach der Auswahl der CPU kommt das Mainboard dran. Natürlich muss es zum Sockel der CPU passen. Hier ist entscheidend welche Anschlüsse das Board hat. USB 3 ist inzwischen neuer Standard, so viele USB Geräte gibt es noch nicht aber da zieht der Markt sicher sehr schnell nach, es sollten mindestens 4-6 USB Anschlüsse vorhanden sein.

Ob Grafik auf dem Mainboard hängt wieder davon ab was der PC können muss, für Büroanwendungen reicht eine Onboard Grafik aus, dann aber bitte mit DVI Ausgang. Leider gibt es kaum noch Mainboards mit Onboardgrafik da diese Funktion die neuen Grafikprozessoren übernehmen. Außerdem kann man erst mal schauen ob es reicht und eine Grafikkarte nachrüsten, das spart Geld.

4 Speicherplätze sollten es schon sein und auch hier am Preis orientieren, Gamingboards für Spieler gehen in die Preislage von 150 € aufwärts, alles darunter bis etwa 70 € ist tolerierbar.

Es gibt auf dem Markt sogenannte Tuning-Kits, da ist das Mainboard mit Speicher und Prozessor schon bestückt aber es lohnt sich die genauen Daten anzusehen damit keine Entäuschung erfolgt. Wichtig ist dabei in den Datenblättern nach der unterstützten Speichertaktfrequenz zu schauen. Die heutigen Arbeitsspeicher können bis zu 2800 MHz takten und das unterstützen nur die neuesten Boards. Aber bis zu 1600 MHz sollten sie schon mitmachen.

 
Arbeitsspeicher

Jetzt kommt der Arbeitspeicher dran. 4 GB sollten es mindestens sein 8 wären optimal, 16 sind Luxus aber das hängt von ihrem Betriessystem ab. Wollen sie ein vorhandenes Betriebssystem laufen lassen so werden bei einem 32 Bit System nur 3 GB erkannt und verwaltet. Haben sie vor ein neues Betriebsystem zu kaufen sollten sie darauf achten ein 64 Bit System zu erwerben. Damit können grössere Arbeitsspeicher erkannt werden aber viele Mainboards machen nur bis 16 GB mit was auch mehr als ausreichend ist.Mittlerweile gibt es 32 GB Mainboards und es ist fraglich ob sich das im Moment lohnt und welche Grafiken diese Anforderungen benötigen, aber bei Neukauf ist die Überlegung sich zwischen 16 GB und 32 zu entscheiden, wer weiß was die Zukunft bringt.

Beim Arbeitspeicher ist unter anderem die Taktfrequenz entscheidend und 1600 MHz sind sicherlich eine gute Wahl aber man kann auch etwas niedriger ansetzen. Der Preis ist hier auch von der Speichergröße, der Taktfrequenz und dem Hersteller abhängig, ich bevorzuge übertaktete Speicher mit einem Kühlkörper, da diese für extreme Anwendungen ausgelegt sind und im Normalfall allen Anforderungen gerecht werden. Keinesfalls würde ich bei Speichern OEM Ware kaufen, diese Noname Produkte halten nicht das was sie versprechen. Preislich liegen 8 GB 1600 MHz bei etwa 35€ (DDR 3)

Speicher gibt es in sogenannten Kits, das sind baugleiche Speicher also ein 4 GB Kit besteht aus 2 Speicherbausteinen mit je 2 GB. Hier ist 4 x 1 GB nicht sinnvoll, da dann alle Speicherplätze belegt wären. Da der Speicherstandard sich ständig ändert können Speicher aus alten PC´s nicht verwendet werden. Der Preis ist bei neuen Speichern hoch, bei aktuellen Speichern günstig und steigt bei älteren Speichern wieder an da diese nicht mehr so gefragt sind. Das beantwortet die Frage bei älteren PC ob Speichernachrüstung sinnvoll oder nicht, der Preis entscheidet.

 
Grafikkarte

Grafikkarten sind wie bereits erwähnt bei hohen Grafikanwendungen ein muss. Dabei sollte es aber nicht die preiswerteste sein. Wenn sie einfache Anwendungen haben, ist der Onboard Grafikprozessor völlig ausreichend und der Preis für das Mainboard steht in keinem Verhältniss zur Grafikkarte. Leider gibt es kaum noch Mainboards mit Onboard Grafik.

Eine andere Lösung wäre ein Prozessor mit Grafikspeicher der erfordert keine Karte und Onboardgrafik. Leider gibt es hier nicht viel Auswahl, aber wenn wenig Grafikleistung verlangt wird, übernimmt der Grafikchip auch andere Berechnungen.

Bei einer Grafikkarte kommt es nicht allein auf den Speicher an sondern den Speicherstandard (GDDR 5 ist zur Zeit aktuell) und die Speicheranbindung in Bit. 256 Bit oder mehr ist sinnvoll. Grafikkarten gibt es ab 40 € bis 1200 € und eigentlich nur zwei Chipsatzhersteller NVIDIA und ATI Radeon. Für was man sich entscheidet ist Geschmackssache, ich selbst verwende nur NVIDIA.

Eine Grafikkarte für 40 € ist Quatsch, da tut es die Onboardgrafik oder ein Grafikprozessor auch. Kleiner Tipp: die Grafikchipsätze von den Mainboards mit denen der Grafikkarte vergleichen, so erkennt man gleich welche Grafik auf dem Mainboard verbaut ist und ob die vermeintlich günstige Karte nicht schon ein Ladenhüter ist. Meine Empfehlung eine Karte ab 150 bis 300 €. Mit der teueren Karte sind auch Spieler gut bedient. Extremgammer sollten mehr dafür ausgeben. Anschlüsse der Karte nach den Monitoranschlüssen auswählen, sollte ein älterer Monitor mit nur VGA Anschluss verwendet werden ist darauf zu achten, dass sich auf der Karte auch ein DVI Anschluss befindet, da das der neuere Standard ist.

Zudem lohnt es sich Testberichte anzusehen, diverse Computermagazine wie Chip oder Computerbild geben da gute Hinweise.

 
Festplatte

Die Festplatte ist das Teil welches sich in ständigem Datenaustausch mit dem Rest des Computers befindet. Die gängigsten Festplatten haben einfach ihre Grenzen auf Grund der Art ihrer Datenspeicherung und Abfrage, die Mechanik bremst hier viel aus. Wenn neue Festplatte, dann hohe Drehzahlen, großer Cache (Zwischenspeicher) mit 32 oder 64 MB und ein S-ATA III Standard.

IDE Festplatten werden zwar noch angeboten, eignen sich aber nur für den Austausch eines vorhandenen PC der weiterverwendet werden soll. Festplatten gibt es schon relativ günstig und wie hoch die Speicherkapazität sein soll, richtet sich nach der Menge an Daten die man letztendlich speichern möchte. Meine PC´s waren mit 250 GB Festplatten bisher immer ausreichend aber das muss jeder selbst wissen doch kann man hier doch ein paar Euro sparen. Inzwischen sind Festplatten mit höherer Speichekapazität fast schon Standard und unter 500 GB fast nicht mehr viel auf dem Markt.

Eine alternative sind hier SSD Festplatten, da sie ohne mechanisch bewegte Teile auskommen, aber die sind teuerer, haben aber in Sachen Geschwindigkeit die Nase vorn. Allein das Hochfahren des PC ist sehr schnell. Die Technik wird sich aber durchsetzen.

Ein Tipp: Eine SSD Festplatte für das Betriebssystem einbauen und für die Daten eine S-ATA Festplatte. So startet der PC sehr schnell und die Kosten bleiben im Rahmen. Allerdings sollte man Bedenken, dass die meisten Programme sich immer unter dem Laufwerk C, also in dem Fall die SSD Festplatte, installieren und diese bei zu kleiner Kapazität sehr schnell an ihre Grenze kommt. Alternativ hierzu gibt es SSHD Festplatten welche beide Funktionen vereinen

 
Laufwerke

Laufwerke sind DVD Laufwerke und Brenner. Hier kann ich nur sagen nur noch DVD Brenner als Laufwerke verwenden oder sogar Blue-ray DVD Brenner, die sind heutzutage erschwinglich und der Markt bietet immer mehr diesen Standard an.

Ich habe selbst schon viele Fabrikate ausprobiert und bevorzuge das preiswerteste. Zwei Brenner haben den Vorteil CD oder DVD zu kopieren, aber ein Laufwerk ist meistens ausreichend. Die Farbe der Frontblende ist noch ein Kaufkriterium wenn das Laufwerk hinter einer Blende verbaut wird ist auch das nicht entscheidend. Blue-ray Brenner gibt es schon ab 55 €, DVD Brenner ab 25 €.

 
Netzteil

Dem Netzteil darf wieder besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Netzteile werden oft nicht gebührend beachtet, man ist leicht versucht ein Netzteil aus dem alten Rechner zu verwenden, da spricht nichts dagegen wenn man die Leistung im Auge behält.

Dabei muss die erforderliche Leistung ermittelt werden. Am meisten Energie verbraucht ein Prozessor (125W) und Grafikkarten (150W). Die Werte sind nur grundsätzliche Angaben die tatsächlichen Werte bitte den Datenblättern der Hersteller entnehmen. Für Mainboard und Laufwerke, externe Geräte werden auch mal leicht 100 W fällig. Wäre nach dem zusammenzählen 375 W, aha das alte Netzteil tut es doch oder? Schauen sie mal auf die Herstellerangeben der Grafikkarten so werden sie dort schon darauf hingewiesen, dass mindestens 450-500 W Netzteile nötig sind. Also unter 500 W würde ich bei neuen Prozessoren und Grafikkarten nicht gehen.

Die alten Netzteile haben dazu meistens nur einen 20 poligen Stecker für das Mainboard, während bei neuen Mainboards 24 Pole nötig sind.

Es gibt Netzteile mit einem Kabelbaum und Modulare. Bei Modularen sind die Kabel je nach Bedarf steckbar und so bleibt der PC schön übersichtlich weil alles was nicht gebraucht wird entfällt. Diese Netzteile sind etwas teurer aber es lohnt sich. Netzteile gibt es schon ab 50 € aber ab 65 € aufwärts bekommt man schon Modulare und auch etwas bessere Qualität.

Wer später noch Nachrüsten möchte dem ist sowieso ein ausreichendes Netzteil zu empfehlen. Bei guten Netzteilen ist der Lüfter Leistungsgeregelt was die Geräusche mindert.

 
Maus und Tastatur

Unter Umständen braucht man auch eine neue Maus und Tastatur wenn kein PS/2 Anschluss mehr am Board ist, USB ist da eigentlich auch Standard und es gibt Komplettsets für 10 €, je nachdem ob Kabellos und/oder optische Mäuse.

Ein gut gemeinter Rat: Funk Tastaturen funktionieren meist erst wenn das Betriebssystem gestartet ist und so kommt man nicht ins BIOS. Selbst mit USB Tastaturen bei älteren Rechner hatte ich da schon Probleme und ich war auch bei einem neuen Rechner froh als der USB Controller versagte, mit einer alten PS/2 Tastatur im BIOS eingreifen zu können. Deshalb die alten Tastaturen nicht wegwerfen sie können manchmal noch recht nützlich sein (sofern ein Anschluss noch vorhanden ist).

 
Monitor und Lautsprecher

Der Monitor bleibt überwiegend Preis und Geschmackssache aber unter 19 Zoll würde ich auf gar keinen Fall mehr gehen, sondern eher grösser, es werden auch 17 Zoll Monitore noch angeboten was ich unverständlich finde.

Das ergibt sich aus dem Betriebssystem Windows "Fenster" der Grundgedanke ist dort mehrer Anwendungen gleichzeitig zu öffnen und ein grosser Bildschirm erlaubt da mehr. Mit Lautsprecher oder ohne, nun wer wenig Platz auf dem Schreibtisch hat ist mit Lautsprecher im Monitor natürlich gut bedient, aber generell geben PC Lautsprechersysteme keinen guten Klang und ein zusätzlicher Basslautsprecher kann das Klangerlebniss verbessern aber wer auf das absolute Klangerlebniss steht sollte seinen PC mit der Stereoanlage verbinden.

 
Die zwei Preise

Nach der Kostenaufstellung haben sie zwei Preiskategorien. Den unteren und den höchsten Preis für ihren PC. Der untere wird sich nicht unter 550/600 € und der obere bei etwa 900-1000 € liegen. Dies ist die Preispanne in der sie arbeiten können. Mit 1000 € haben sie einen ausgezeichneten PC und mit 550 € die Mindestanforderungen. Jetzt kann man das eine oder andere verändern und Kompromisse eingehen. Zudem haben sie eine Liste mit den von ihnen gewünschten Bauteilen. Sie können sich auf die Suche nach dem günstigsten Preis für die Teile machen und sie werden überrascht sein wieviel da noch drin ist.

Bedenken sie nur wenn sie von verschiedenen Anbietern bestellen, die Transportkosten mit einzurechnen und wie es mit Garantieansprüchen aussieht, kann kostenlos zurückgeschickt werden und wie lange dauert der Ersatz. Wenn alles da ist können sie loslegen und in dem nächsten Abschnitt wird der Zusammenbau erklärt.

 
Liste Hier erhalten Sie eine Liste für die Preisermittlung ihrer Bauteile.    Drucker  
     
     
  Bitte lesen sie die Anleitung erst ganz durch, bevor sie mit dem Zusammenbau beginnen. Kontrollieren sie ob alle benötigten Teile, Kabel, Schrauben, Stecker vorhanden sind. Die Bilder sind nur Beispiele, jedes Bauteil ist anders und gerade die Anschlüsse von Mainboards sind unterschiedlich angeordnet.  
Zusammenbau

Sind alle benötigten Bauteile vorhanden, beginnt man mit dem Zusammenbauen. Vorab bitte das Mainboard in das PC Gehäuse einlegen ob für alle Befestigungslöcher auch Befestigungsmöglichkeiten vorhanden sind, gerade beim Nachrüsten von neuen Boards in alten Gehäusen gibt es hier Probleme. Nötigenfalls Nachrüsten oder die Halterungen versetzen.

Das Mainboard zuerst mit der CPU bestücken. Die Anleitungen dazu finden sich in der Beschreibung der CPU und des Mainboards. Keine Gewalt anwenden, ein Prozessor geht ganz leicht in den Sockel er wird mit einem Hebel arretiert. Danach den Kühlkörper aufsetzen, kontrollieren ob die Wärmeleitpaste oder Pad vorhanden sind (Eventuell Schutzfolie entfernen) und den Kühler möglichst passend aufsetzen. Durch häufiges verutschen oder abnehmen kann die Wärmeleitpaste verrieben werden was nicht sein darf. Dann den Kühler arretieren, geht etwas schwer den Hebel zu befestigen, bitte aufpassen, das sie nicht abrutschen und etwas auf dem Mainboard zerstören. Ganz wichtig: Den CPU Lüfter anschließen! Nach der CPU Montage werden noch die Speicher eingesetzt, auch hier nach Anleitung des Herstellers, generell gilt: Gleiche Speicher zu gleichen Farben (Dual Kanal).

Jetzt die Laufwerke in das Gehäuse einbauen. Der DVD Brenner gehört in den oberen Schacht 5,25 Zoll. Bei Frontklappen wird das Laufwerk normalerweise von hinten eingeschoben und es passt. Bei weiteren Laufwerken muss ein Segment der Frontblende entfernt werden, das ist je nach Gehäuse Hersteller unterschiedlich. Die mitgelieferten Schrauben benutzen. Falls irgendwelche Schrauben fehlen, kann man aus Sicherheitsgründen Schraubensätze mitbestellen, die kosten nicht die Welt. Bei Laufwerken kommt es schon mal vor, dass keine Befestigungsschrauben mitgeliefert werden.

Die Festplatte wird in die Schächte darunter eingebaut 3,5 Zoll. Bei kleineren Festplatten gibt es auch Adapter, aber am besten vorab über die Größe der Einbauschächte informieren. Elektronik nach unten einbauen. Dabei beachten an welcher Stelle nach dem Mainboardeinbau die Grafikkarte sitzt, eventuell gibt es Platzprobleme wenn die beiden genau gegenüber sind. Zudem kann die Festplatte später nicht ohne Ausbau weiterer Teile getauscht werden. Die Festplatten haben ebenfalls eigene Schrauben. Es gibt auch PC Gehäuse bei denen ist eine Klammer zur Befestigung vorhanden oder wie auf dem Bild unten ein Drehverschluss.

 

Links CPU Kühlkörperbefestigung

Mitte Laufwerkbefestigung mit Klammern

Rechts ein Kühler von unten

CPU Befestigung   Arretierung   Kühler unten  
  Bei der Seite CPU sind noch weitere Bilder  

Links Einbauschächte

Mitte Arbeitsspeichereinbau

Gehäuse   Arbeitsspeicher    Befestigung

 

  Auf dem rechten Bild ist eine andere Schnellbefestigung zu sehen, allerdings habe ich aus Sicherheitsgründen die Festplatte auf der Gegenseite noch durch Schrauben gesichert.  
Netzteil

Nach den Laufwerken kommt das Netzteil dran. Es ist zugegeben einfacher zuerst das Mainboard einzubauen, aber das Netzteil ist sehr schwer und beim Einbau passiert schnell mal ein Missgeschick und wenn das Netzteil auf das Mainboard fällt ist mehr defekt.

Das Netzteil passt nur in eine Richtung, das bestimmen die Befestigungslöcher. Bei modularen Netzteilen macht es Sinn die Stecker bereits vorher anzuschließen, beim Mainboardeinbau kann man sie ja bei Seite legen.

 
Netzteilbefestigung, rechts ein Netzteil am Boden eingebaut. Netzteilbefestigung   Netzteil unten  
  Wen es interresiert: Das Gehäuse rechts ist von Thermaltake und was die Kühlung betrifft genial, da ausreichend Öffnungen vorhanden sind um Luft in das Gehäuse zu bringen aber auch ein feines Netz als Staubschutz angebracht ist.  
Mainboard Jetzt wird das Mainboard eingebaut. Bei jedem Mainboard ist eine Blende dabei für die rückseitigen Anschlüsse. Diese zuerst in den Rahmen hinten am Gehäuse einpassen. Die Metallzungen dabei nicht verbiegen, diese halten später die Blende. Das Mainboard mit allen Schrauben sichern, wichtig ist dabei dass das Board gut aufliegt, damit beim späteren anbringen der Stecker sich nichts verbiegt.  

Links Mainboardbefestigung

Rechts Blende

Mainboard   Anschlussblech  
  Fehler beim Einbau  
  Hier ein Fehler der leicht (natürlich auch mir, ich hätte meine Anweisungen besser beachten sollen) passieren kann. Die Federn der Blende wurden beim zusammenbau verbogen und das Mainboard musste wieder ausgebaut und die Federn zurechtgebogen werden.  
Grafikkarte Nach dem Einbau wird noch die Grafikkarte eingesetzt. Vorher die Blende (Slotblech) an der Rückseite entfernen, dazu etwas hin und herbiegen bis sich die Blende löst. Für jede eingesetzte Karte gibt es eine Blende an der Rückseite. Verwendet man ein gebrauchtes Gehäuse kann es sein das mehrere Blenden fehlen oder die Karten woanders sitzen. Dafür gibt es im Handel Blenden die dort eingesetzt werden. Die Karten und Verschlussblenden werden mit einer Schraube am Rahmen befestigt. Genauso verfährt man mit anderen Steckkarten wie z.B. eine TV Karte.  

2x Links die Slotbleche

Rechts PCI Einschubkarte für USB

Blende   Blende   PCI Karte  
     
  Serielle Karte   Gehäuse   Serielle Karte im Gehäuse  
 

Hier ein paar Bilder des Einbaus einer seriellen Schnitstellenkarte in einem PCI Steckkartenanschluss. Im Gehäuse wurde wieder das Slotblech entfernt (vorher die Karte im Gehäuse hineinhalten damit das richtige Blech entfernt wird) und danach die Karte eingesetzt.

Die Slotblenden sind hier alle schraubbar was den Vorteil hat eine falsch entfernte Blende wieder einsetzen zu können.

 
Die Anschlüsse

Jetzt kommt die Verkabelung dran. Der schwierigste Teil und der erfolgt zuerst, sind die Frontanschlüsse. Dort gibt es in der Regel den Einschalter, Betriebs-LED und HDD-LED und Front USB und Audioanschlüsse. Für die wenigsten Mainboards gibt es hierfür fertige Stecker. Meistens sind die Anschlüsse einzeln steckbar und auf jedem Mainboard woanders. Deshalb unbedingt die Mainboardanleitung befolgen. Wenn eine LED nicht brennt, mal den Stecker umdrehen meistens ist die Polarität vertauscht. Dabei muss sorgfältig vorgegangen werden, sonst Funktioniert etwas nicht. Manche Mainboard Hersteller bieten ihre Anleitungen auch in Deutsch, diese befinden sich auf der Seite des Herstellers zum Download, also vorher schauen und herunterladen. Hier ein PDF Dokument welches die Anschlüsse erläutert. Bilder siehe unten.

Als nächstes werden die Datenanschlüsse und die Netzanschlüsse der Laufwerke, der Grafikkarte, des Mainboard und der CPU gemacht. Schauen sie sorgfältig ob alle Anschlüsse belegt sind. Für schwierige Platzverhältnisse gibt es auch Winkelstecker. Bei den Mainboards sind in der Regel ein oder mehrere S-ATA Kabel dabei.

Nun noch die Gehäuselüfter anschliessen, je nach Mainboard gibt es unterschiedliche Lüfteranschlüsse welche drei oder vierpolig sein können. Ein Lüfter kann auch mit einem Adapterstecker direkt an das Netzteil angeschlossen werden. Die Kabel werden sorgfältig im Gehäuse verlegt und gebündelt. Bitte immer auf die Luftzufuhr der Bauteile achten. Nicht benötigte Anschlüsse werden mit Kabelbindern befestigt so das sie nirgends mit etwas in Berührung kommen können.

 
Front, CPU und S-ATA Anschlüsse Frontanschlüsse      SATA  
     
Bilder zum Stromanschluss einer CPU CPU Stromanschluss CPU Stromanschluss CPU Stecker Stromanschluss  
 

Der Anschluss für die Stromversorgung ändert sich auch im Laufe der CPU/Mainboard Entwicklung. In der oberen Bilderreihe ist der Stromanschluss noch 4-polig hier bereits 8-polig. Da die Hersteller der Netzteile dem Rechnung tragen, werden die Stecker geteilt mitgeliefert. Hier im Bild sichtbar, zwei Stecker 4-polig die zusammengesteckt werden. Sollten sie Zweifel wegen der Polarität haben, schauen sie im Handbuch nach es wird immer die Belegung der Stecker beschrieben. (Normalerweise lassen die sich nicht verkehrt einstecken).

Das ist auch der Grund warum der Netzstecker für das Mainboard immer 20-polig plus 4-polig ist, da ältere Mainboards nur einen 20-poligen Anschluss hatten.

 
PCIE, PCI, Diskettenlaufwerk, Strom Anschlüsse PCI Express   PCI   Stromanschluss  

Links IDE und Stromanschluss

Rechts Gehäuselüfter

IDE   Stromanschluss   Lüfter  
Inbetriebnahme

Nach erfolgreichen Zusammenbau und Anschluss der Ein und Ausgabegeräte, kann der PC erstmals gestartet werden. Dabei lassen sie das Gehäuse offen, man kann sofort feststellen ob alle Lüfter laufen und bei einem Problem gleich eingreifen. Bitte beachten: Bei jeder Reparatur den PC herunterfahren und den Netzstecker ziehen. Bei eingesteckten Netzstecker ist das Mainboard schon unter Spannung und ein Kurzschluss kann einiges zerstören.

Nun kann das Betriebssystem installiert werden und Einstellungen im BIOS vorgenommen werden, genaueres siehe unter PC Software.

 
Bilder eines Steckers für den Frontanschluss Stecker Frontanschluss Stecker Frontanschluss Belegung Stecker Belegung Stecker  
 

Bei neuen Mainbords ist ein Adapterstecker für die Frontanschlüsse beigelegt. Nach Anleitung im Handbuch des Mainboards (leider gibts die meist nur in Englisch) werden die einzelnen Stecker mit dem Adapter verbunden und auf das Mainboard gesteckt. Achtung! Auf die Polarität der LED achten.

Das ist zwar im Handbuch und auf dem Mainboard angegeben aber leider nicht auf den Steckern. Da hilft nur probieren oder darauf vertrauen, das schwarz Minus oder ground ist und rot Plus.

 
Weitere Bilder der Frontanschlüsse unbelegt und eingebaut Frontanschluss Stecker auf Mainboard  
     
Interne USB und Rückseitige Anschlüsse USB Ausgang hinten  
     
Druckversion Hier die Druckversion der Bauanleitung ohne Bilder.   Drucker  
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