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PC Hardware: Die Grafikkarte

 

Grafikkarten erstellen aus den Daten ein Bild. Es gibt auf den Mainboards Grafikchips welche diese Aufgaben übernehmen. Für hohe Grafikanwendungen wie 3D, Spiele mit hoher Grafikauflösung und Anwendungen mit hoher Auflösung und schneller Bildfolge sind diese Grafikchips meistens überfordert.

Grafiken erfordern eine sehr hohe Rechenleistung wobei das selbe gilt wie bei einer CPU, desto mehr Berechnungen, desto höher die Wärmeentwicklung und der Energiebedarf. Deshalb wurden eigene "Rechner" die Grafikkarten entwickelt. Diese haben einen eigenen Stromanschluss und seperate Kühler. Bei den Grafikkarten gibt es zwei Standards in Bezug auf den Sockel, der ältere AGP (Accelerated Graphics Port) und der neue PCI Express (Peripherd Component Interconnect Express). Es gibt auch Grafikkarten die auf einen PCI Sockel passen aber das ist eine unbefriedigende Notlösung. Bei allen neuen Mainboards sind nur ein oder zwei PCI Express Sockel vorhanden, so das eine AGP Grafikkarte nicht mehr verwendet werden kann.

 
Eine AGP Grafikkarte und ihre Anschlüsse AGP Grafikkarte   AGP Grafikkarte  
AGP AGP Grafikkarten sind noch erhältlich aber nur noch als Ersatz für ein vorhandenes System geeignet bei einer Aufrüstung oder Neubau eines PC sollte man nur noch den PCI Express Anschluss in Erwägung ziehen.  
Die Bilder zeigen 2 PCI Express Grafikkarten mit Kühlerlüfter PCI Grafikkarte    PCI Grafikkarte  
PCIE

PCI Express Grafikkarten brauchen viel Platz und Energie. Deshalb haben die Karten einen oder sogar 2 Stromanschlüsse an der Karte selbst. Auch bieten manche Mainboard Hersteller einen seperaten Stromanschluss in der Nähe des Sockels an.

Da der Lüfter einer Grafikkarte nur die Luft im Gehäuse verwenden kann, sollte auf eine ausreichende Gehäuselüftung im PC geachtet werden. Der Luftstrom geht dabei über die Bauteile von vorne nach hinten. Auch sollte die Karte möglichst frei eingebaut werden, das heißt falls noch weitere Steckkarten angebracht werden, bitte Abstand halten um einen Wärmestau zu vermeiden.

 
Die Bilder zeigen links den Stromanschluss und rechts den Monitoranschluss (DVI) PCI Grafikkarte    PCI Grafikkarte  
SLI

Auch besteht die Möglichkeit zwei Grafikkarten, sofern zwei Sockel auf dem Mainboard vorhanden sind und das Board dies unterstützt, gleichzeitig im Parallelbetrieb zu betreiben. Man benötigt dazu zwei Baugleiche Karten die SLI (Scalable Link Interface) fähig sind. Damit stehen Anschlüsse für vier Monitore zur Verfügung oder eine Leistungssteigerung bei Spielen.

Durch die Kosten von zwei Karten und die doch möglich geringe, 30-90%, Leistungsteigerung machen diesen Betrieb nicht empfehlenswert. Zumal es wie bei allem dualen Systemen ist, bei defekt einer Karte nach Jahren ist wohl kaum noch die selbe zu bekommen. Dann lieber eine leistungfähige Grafikkarte und wenn der Markt nach Jahren was neues bringt, dann umrüsten.

 
Links der SLI Anschluss an der Grafikkarte und rechts die SLI Brücke zur Verbindung von zwei Karten SLI Anschluss   SLI Brücke   SLI Brücke  
Was ist wichtig

Worauf kommt es bei einer Grafikkarte an? Jede Karte hat einen Chipsatz der wie auch auf einem Mainboard für die Abläufe der Karte zuständig ist. Es gibt eigentlich nur zwei Hersteller und das ist ATi Radeon und NVIDIA. Welcher bevorzugt wird ist Geschmackssache, ich persönlich nutze NVIDIA und achte darauf auf dem Mainboard auch NVIDIA Chipsätze zu verwenden, wohl aus dem Gefühl heraus dass gleiche Hersteller wohl besser zusammenpassen und kann auch nichts Nachteiliges darüber berichten.

Als weiteres Kriterium wird meistens der Speicher, von 512 MB bis 12 GB, gesehen aber der ist nicht das Entscheidungskriterium. Wenn sie sich mal die Preise anschauen (Grafikkarten gibt es von 40-1200 € die neuste Karte mit 12GB Speicher kostet 1200€ Stand 02/2016) fällt auf, dass teure Karten oft keinen besonders großen Speicher haben. Nun zu einen ist der Standard GDDR (Graphics Double Date Rate) 3 oder 5 zu nennen, der Speicher der Karte. Ähnlich wie beim Arbeitsspeicher DDR 3 ist der Standard GDDR 5 der neuere, zum andern ist die Speicheranbindung entscheidend. Die wird in Bit angegeben und steigt von 128 Bit, 256 Bit, 384 Bit bis zu 768 Bit. Der Preis der Karte (und ihre Leistungsfähigkeit) steigt mit der Bit Anbindung. Außerdem sollte man sich den Speichertakt und den GPU Takt ansehen. Hier gilt je höher desto mehr Performance.

Letztendlich entscheidet der Geldbeutel aber um einen guten Spielerechner (Gaming PC) zu bekommen sollte die Grafikkarte mindestens 2 GB und 256 Bit Speicheranbindung und GDDR 5 haben. Der Preis bewegt sich dabei ab 250€ aufwärts.

 
Die Verbindung zum Monitor

Als letztes Kriterium ist natürlich auch der Monitoranschluss wichtig, es gibt da alle Varianten. Meistens besitzen digitale Bildschirme einen VGA (Video Graphics Array), DVI (Digital Visual Interface) und HDMI (High Definition Multimedia Interface) Anschluss.

VGA ist ein analoger Anschluss der wohl an den meisten Heimcomputern verwendet wird. Das liegt daran, das jeder Monitor einen solchen Anschluss besitzt und die meisten Onboard Grafiken an PC´s ebenfalls. Der Nachteil liegt auf der Hand. Der Computer sendet digitale Signale aus. Diese werden beim VGA Anschluss in analoge Spannungen umgewandelt und im digitalen Monitor wieder in ein digitales Signal umgewandelt. An und für sich Unsinn. Deshalb gibt es einen digitalen Ausgang DVI.

Dieser ist auf neuen Grafikkarten Standard und wird oft mit VGA kombiniert. Zur Übertragung benötigt man ein DVI Kabel und das ist der Haken. Bei Monitoren auch mit DVI Anschluss wird meistens nur ein VGA Kabel mitgeliefert und DVI Kabel sind teurer. Deshalb entscheidet der Anwender dieses zu verwenden. Ich kann nur raten, wenn die Anschlüsse vorhanden sind, DVI zu verwenden auch wenn VGA bei einfachen grafischen Anwendungen funktioniert. Keiner würde ein PS starkes Auto kaufen, die Leistung drosseln lassen und danach die Sitze und andere Teile ausbauen nur damit das Auto wieder schneller wird.

HDMI ist ein Standard der sich in der Unterhaltungselektronik eingebürgert hat (Fernseher, DVD Player, Kameras) und er ist auf allen neueren PC´s vorhanden damit diese Geräte verbunden werden können.

 
Grafikkarten Ausgänge links DVI, rechts VGA DVI, VGA Anschluss  
Variationen von DVI Anschlüssen

DVI-Stecker-Variationen:
DVI-A (12+5) Analoge Übertragung
DVI-D (18+1) Digital SingleLink bis 1600 x 1200
DVI-D (24+1) Digital DualLink über 1600 x 1200
DVI-I (18+5) Analog oder Digital SingleLink
DVI-I (24+5) Analog oder Digital DualLink

 
     
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