PC Basiswissen

PC Hardware: Der Arbeitsspeicher

Was macht ein Arbeitsspeicher

Arbeitspeicher sind Zwischenspeicher auf die die CPU zugreift um Daten abzulegen und wieder zu holen. Arbeitsspeicher sind "flüchtig", das heißt auf ihnen bleiben nach dem Ausschalten keine Daten gespeichert.

Die Angabe der Größe ist Megabyte oder Gigabyte. Ohne Arbeitspeicher läuft kein PC und die Schnelligkeit hängt stark vom der Größe des Arbeitspeichers ab. Natürlich fragt man sich dann warum wird den nicht ein so großer Arbeitspeicher wie möglich verbaut? Das ist eine Kostenfrage, Speicher kosten nicht wenig und so wird immer eine vernünftige Zwischenlösung gefunden.

Der notwendige Arbeitspeicher ist auch Abhängig vom verwendeten Betriebssystem. Die alten PC (Windows 98) hatten meistens nur 256 MB oder 512 MB. Windows XP läuft einigermaßen vernünftig mit 1 GB und Windows 7 sollte man nicht unter 2 GB Arbeitsspeicher betreiben. Ebenso benötigt Windows 8 und 10 auch 2 GB. Auch gibt es eine Begrenzung durch das Betriebssystem und das Mainboard. Alte Mainboards unterstützten oft keine großen Speicher und bis heute gibt es Betriebssysteme mit 32 bit die erkennen nur 3 GB.

Erst ab einem Betriebssystem von 64 bit werden Speicher höherer Kapazität erkannt, aber viele Mainboards machen bei 16 GB Schluss. Bei der Auswahl des Mainboards lohnt sich generell ein Blick in die Details, da auch die Taktfrequenz des Arbeitsspeichers nur bis zu einer bestimmten Höhe unterstützt wird.

 
     
Bilder    Arbeitspeicher   Arbeitspeicher  
  Ein ältererer SDRAM Speicher und daneben ein DDR2-SDRAM.  
Notebook und Einbau    Arbeitsspeicher  Arbeitspeicher auf dem Mainboard  
  Hier ein SODIMM Speicher für Notebooks und Speicher auf dem Mainboard.  
Im PC    Arbeitsspeicher eingbaut  
  Hier die Speicher eingebaut, das blaue ist ein Kühlkörper.  
Arbeitsweise des PC

Nun ist es einmal an der Zeit tiefer in die Materie einzusteigen. Wie arbeitet also ein PC? Nehmen wir an sie drücken eine Buchstabentaste um diese in einem Dokument auf dem Bildschirm erscheinen zu lassen. Mit dem drücken wird ein Signal an das Mainboard geschickt, welches es an den Prozessor weiterleitet. Dieser fragt das Betriebssystem auf der Festplatte was er damit machen soll. Von dort kommt die Anweisung zurück den Buchstaben an einem bestimmten Platz auf dem Bildschirm zu setzen. Der Prozessor gibt den Befehl an das Mainboard welches ihn zur Grafikkarte (oder Grafikchip) leitet. Dort wird das Signal berechnet, umgewandelt und an den Bildschirm geschickt.

Dies ist eine sehr vereinfachte Formulierung und alle IT Spezialisten werden ihren Kopf schütteln, aber es macht klar was für dieses Zusammenspiel alles notwendig ist. Und wenn sie sich bewußt machen, das jede Sekunde Millionen solcher Signale ausgetauscht werden, ist klar warum das Abstimmen der einzelnen Bauteile so wichtig ist. Ein Prozessor mit noch so vielen MHZ und Kernen nützt ihnen nichts wenn der Arbeitspeicher zu klein ist um Informationen zwischenzuspeichern oder die Übertragungsgeschwindigkeit des Mainboard, FSB (Front Side Bus) genannt, mit niedriger Taktfrequenz erfolgt. Jedes System arbeitet nur so schnell wie es sein langsamster Baustein zulässt.

 
Finanzen    Natürlich kostet alles immens Geld. Aber sparen sollte man an Dingen die nicht so wichtig sind, auf der anderen Seite muss man auch nicht das teuerste kaufen, wenn mit ein bisschen Überlegung eine vernünftige Lösung zustande kommt.  
Standards

Bei Arbeitspeichern gibt es, wie bei allem, verschiedene Standards die Bauform gibt das Mainboard vor.

Ältere Speicher waren SDRAM Speicher mit 168 Pin und zwei Kerben, dann folgten DDR-SDRAM mit 184 Pin und einer Kerbe, danach DDR2-SDRAM mit 240 Pin einer Kerbe und der derzeitige Standart ist DDR3-SDRAM mit ebenfalls 240 Pin und einer Kerbe. Der neusete Arbeitsspeicher ist ein DDR 4 RAM der die doppelte Geschwindigkeit eines DDR 3 RAM haben soll. Natürlich passen die neuen Arbeitsspeicher nicht auf die alten Mainboards.

Normalerweise ist auf dem Speicher ein Aufkleber welcher die Daten beinhaltet. Die Mainboards mit 4 Speicherplätzen verwalten diese im Dual Kanal Prinzip. Beim Speicherkauf ist es wichtig darauf zu achten, das die Speicher die in einem Kanal (durch gleiche Farben gekennzeichnet) aus einer Serie stammen und die gleichen Eigenschaften aufweisen. Das beinhaltet nicht nur die Größe sondern auch die Taktfrequenz und die Latenzzeiten. Sonst werden die Speicher unter Umständen nicht erkannt. Ich empfehle Speicher in einem Set zu kaufen also z. B. bei 4 GB 2x 2 GB Speicher. Bei späterer Nachrüstung sollte auf die gleichen Speicherdaten geachtet werden ansonsten können eventuell nicht alle Speicherplätze belegt werden.

Wer mehr über Speicher wissen will dem empfehle ich folgende Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsspeicher

 
     
   Nach oben  

Kontakt            Impressum             Rechtliche Hinweise                  www.pcbasiswissen.de