PC Basiswissen

Fehlersuche Software

 

Softwarefehler sind leider nichts seltenes sonder eigentlich etwas selbstverständliches. Klingt etwas seltsam aber schauen sie sich mal in der Fehleraufzeichnung ihres Betriebssystemes um. Bei Windows finden sie es meist unter Systemsteuerung-System und Sicherheit-Ereignisprotokolle. Dort werden sie auch bei ganz neu aufgespielten Programmen viele Fehlerereignisse finden.

Dies ist nicht ungewöhnlich, da alles protokoliert wird und z.B. eine Internetverbindung die sich nicht in einer bestimmen Zeit herstellen lässt als Fehler gewertet wird.

Diese Fehlererkennung ist ganz nützlich, da sich die Fehler in verschiedenen Kriterien eingrenzen lassen und vor allem das Zeitliche Auftreten sehr wichtig sein kann (Es lässt sich erkennen ob der Fehler etwa nach Installation eines neuen Programms aufgetreten ist).

Die Fehlernummer lässt sich auch im Internet suchen was der unverständlichen Fehlerbeschreibung etwas Klarheit verschaft.

 
  Generell lassen sich Softwarefehler in normale Software, also Anwenderprogramme die vom Nutzer gewünscht sind und in Schadsoftware, wie etwa Viren, Trojaner usw. einordnen.  
Anwendersoftware

Fehler in Software von normalen Programmen haben verschiedene Ursachen.

Zum einen passiert es, dass Programme die für ein 32bit System ausgelegt sind in einem 64bit System Fehler verursachen. Meist sind das kostenlose oder ältere Programme. Zum anderen passen die Programme nicht zum Betriebssystem oder den Anforderungen an den PC. So was geht sehr schnell wenn beim Installieren nicht genau aufgepasst wird.

Eine weitere Fehlerquelle sind unvollständige Installationen, weil etwa eine zusätzlich benötigte Software nicht vorhanden ist. Auch kann die Installation selbst nicht vollständig sein. Wenn ein Programm nicht so läuft wie sie es erwarten und ein erneutes Installieren da keine Abhilfe schaft, sollte es deinstalliert werden.

Falls dies nicht möglich ist (manche Anwendungen lassen sich nicht vollständig entfernen), kann in der Suchfunktion von Windows nach dem Namen des Programms gesucht werden und dort einzeln alle Teile entfernt werden. Es hilft oft bei hartnäckigen Fragmenten diese in einen anderen Bereich des Computers zu speichern um sie dann zu löschen.

Notfalls wenn nichts hilft können sie über die Systemwiederherstellung ihren PC auf einen Punkt vor der Installation des Programmes zurückversetzen.

Das klingt jetzt sehr umständlich aber jeder Rest von einem nicht mehr benutzten Programm ist trotzdem noch auf dem PC tätig und verursacht, da nicht alle Teile mehr vorhanden sind, Fehler.

Ganz Gewissenhafte entfernen sogar in der Registry den Schlüssel des Programms. In der Suchfunktion regedit eingeben, das Programm öffnen und unter "HKEY_CURRENT_USER"oder "HKEY_LOKAL_MACHINE" und dem Ordner "Software" den Schlüssel des entsprechenden Programms löschen. Achtung nur den Schlüssel löschen wenn sich auch ganz sicher sind, dass er zu dem entsprechenden Programm gehört.

Programme installieren sich oft unter anderem Namen, so nennt sich das Virenschutzprogramm NORTON auch SYMANTEC. Zum Löschen muss nach beiden Begriffen gesucht werden.

Gewöhnen sie sich an nur die notwendigen Programme zu installieren und alles was nicht notwendig ist zu entfernen. Viele Programme starten mit Windows und sind auch beim Nicht-Benutzen aktiv und benötigen Speicher und Rechenleistung. Zum verdeutlichen drücken sie bei laufendem PC die Tasten STRG-ALT-ENTF und öffnen dann in dem Anmeldebildschirm den Task-Manager.

Dort können sie unter anderen die aktuelle Leistung ihrer CPU und Arbeitsspeichers sehen und alle momentan laufenden Programme. Dort ist es auch möglich Prozesse zu beenden, falls sich ein Programm aufgehängt hat und nicht mehr schließen lässt. Sie sehen auch unter Dienste was noch alles sonst im Hintergrund läuft.

Abschließend denken sie daran jedes Programm lässt den PC langsamer werden und erhöht die Anzahl der Fehlermöglichkeiten. Vertrauen sie Software nur wenn sie die Quelle kennen und sie diese wirklich benötigen. Machen sie immer nur eine Installation und überprüfen sie ob ihr PC danach noch richtig läuft.

 
Schadsoftware

Ein großes Problem ist eine Schadsoftware. Diese gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen aber alle habe das eine gemeinsam, sie stören die Benutzung des Computers oder machen diese unmöglich.

Ich bin in anderen Kapiteln bereits darauf eingegangen. Ein Virenschutzprogramm ist unerlässlich. Natürlich gibt es keinen 100%-igen Schutz. Aber vieles wir dadurch verhindert. Ein wenig kann jeder auch dazu beitragen.

Laden sie nichts auf ihrem PC dessen Herkunft sie nicht kennen. Öffnen sie keine Datei, Anwendung oder Nachricht, dessen Absender sie nicht kennen. Sie müssen in diesem Fall ihre Neugier in den Griff bekommen und alles sofort löschen und entfernen.

Das sind die häufigsten Fehler die gemacht werden. Auch vermeintliche Mails von Behörden, Anwälten, Firmen, Banken, Mahnungen ect. sind unseriös. Keine Behörde oder Bank wird sie per Mail kontaktieren sondern nur in Briefform. Sie können ja jederzeit behaupten die Nachricht nicht erhalten zu haben, etwa weil der SPAM-Filter in ihrem Postfach diese entfernt hat.

Auch in Foren, Chats, Facebook, Twitter und Co wird auf diese Art Schaden angerichtet. Es wird immer mit der Neugierde der Menschen gearbeitet die einen Link anklicken oder eine Nachricht posten weil sie zu dumm sind deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Viele Schadprogramme kommen nur auf den PC weil die Nutzer diese zulassen.

Es gibt auch andere Möglichkeiten wie Schadprogramme auf den Rechner gelangen aber es lässt sich vieles einstellen was den Zugang erschwert. Eine Internetverbindung ist das Einfallstor schlechthin und diese Verbindung müssen sie schützen und überwachen.

W-LAN nur verschlüsselt verwenden, den Namen unsichtbar machen oder ein Pseudonym verwenden. Regelmässig im Router kontrollieren welche Geräte ihr Netzwerk benutzen.

Browserverlauf so einstellen das die besuchten Seiten nach dem Schließen gelöscht werden und Cookies entfernt werden. Beim surfen in die Adresszeile schauen. Https sind verschlüsselte Seiten. Beim Download aus dem Internet darauf achten ob eine Weiterleitung zu einer anderen Seite erfolgt. Programme nicht sofort ausführen lassen sondern immer erst herunterladen und dann starten.

Ruhig mal in das Impressum einer Seite schauen oder zuerst im Internet nach dem Anbieter, dem Programm oder dem Link suchen ob vielleicht andere schon gute oder schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Ist ein Schadprogramm erst einmal auf dem PC muss es erkannt werden. Läuft der PC merklich langsamer als vorher? Kommen häufig Erscheinungen wie ein Ausfall des Bildes? Lassen sich Programme oder Dateien plötzlich nicht mehr öffnen? Stürzt der PC öfters ab?

Das alles kann darauf hinweisen, dass ein Schadprogramm vorhanden ist. Letztlich hilft da nur der Scan des Virenschutzprogramms.

Ist der PC nicht mehr zu benutzen, startet nicht mehr, dunkler Bildschirm oder andere Muster, Einfrieren des Bildschirms oder gleich eine Nachricht wie bei dem Bundestrojaner, dann nutzt vieles nicht mehr da eine Sicherheitsoftware zum entfernen des Virus meist nicht mehr angewendet werden kann.

In diesem Falle hilft nur noch den PC mit dem erneuten Aufspielen des Betriebsystems wieder benutzbar zu machen. Aber bitte erst klären ob es sich wirklich um einen Virus handelt, da Hardwarefehler (siehe dort) ähnliche Phänomene auslösen können.

Um den Schaden in jedem Fall zu begrenzen, sollten sie eine Sicherung ihrer Daten machen und zwar extern auf einem Speichermedium. Das Betriebsystem muss auf einer CD vorhanden sein. Bei vielen gekauften PC ist inzwischen keine CD mit einem Betriebsystem mehr dabei, dort muss man selbst eine CD anlegen. Auch haben Virenschutzprogramme oft die Möglichkeit eine sogenannte Notfall-CD anzulegen damit der PC wieder hergestellt werden kann.

Es gibt nichts was absolut sicher ist, aber sie können einen großen Teil dazu beitragen ihren PC zu schützen.

 
     
     
     
     
     
     
     
 
   
   
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